No Child`s Play
Die Ausstellung „No Child`s Play“ wurde in der Aula des BG/BRG für Slowenen zwischen dem 27. Oktober und 6. November 2009 aufgestellt und von (fast) allen Klassen des Gymnasiums und der Zweisprachigen BHAK v. a. während des Geschichtsunterrichts besucht. Es kamen aber auch Eltern und andere auswärtige SchulbesucherInnen in Kontakt mit der Thematik, da die 16 aufgehängten Tafeln am Ausstellungsort für niemanden zu übersehen waren.
Der Arbeitsauftrag beim Betrachten der Ausstellung war das schriftliche Festhalten der unbekannten Ausdrücke und eine stichwortartige Kurzzusammenfassung des Inhaltes, damit im anschließenden Gespräch samt Diskussion in der Klasse ein gewisses Hinter-grundwissen abgerufen werden konnte.
Es liegt in der Natur der Sache, dass einzelne SchülerInnen von den gezeigten Bildern schockiert waren, andere wiederum mit diesem Themenfeld bereits konfrontiert worden waren und deshalb schon dementsprechend darauf vorbereitet waren, was „alles“ sich hinter dem Begriff „Holocaust“ verbirgt.
In einigen Klassen wird die Bearbeitung des Themas ohnedies noch ein „Nachspiel“ haben, da sich in der November–Ausgabe des „Topic“ ein Sonderteil zum Zweiten Weltkrieg findet, was wiederum eine Bereicherung darstellt und auf bereits vorhandenes Wissen aufbaut. Als Ergänzung zur Thematik ist natürlich auch der Schwerpunkt Friedenserziehung an der Schule zu sehen, der auch Treffen mit ZeitzeugInnen und Exkursionen (Mauthausen, Loibl an der Unterstufe, Auschwitz an der Oberstufe) umfasst.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass sämtliche BetrachterInnen vom Gezeigten tief betroffen waren; ich bin überzeugt, dass der Begriff „Holocaust“ durch diese Ausstellung eine andere, neue Dimension und Bedeutung bekommen hat.
Mein und unser aller Dank gilt all jenen, die sich um das Zustandekommen bemüht haben; ich persönlich bin sehr froh und dankbar, dass sich unsere Schule für das Zeigen der Exponate entschieden hat, verbunden mit dem größten Respekt für die Opfer des NS–Regimes und des Zweiten Weltkrieges, in diesem Fall v. a. für die vielen Opfer an Kindern und Jugendlichen.
Prof. Mag. Richard S. Jernej
Schülerinnenbericht:
Zwei Wochen lang wurde in der Aula unserer Schule, des BG und BRG für Slowenen, die Ausstellung Kein Kinderspiel – Kinder im Holocaust in Form von Plakaten zur Schau gestellt.
Dieses Projekt ist den minderjährigen Opfern des Zweiten Weltkriegs gewidmet, da von 6 Millionen ermordeten Juden 1,5 Millionen Kinder waren. Im Großen und Ganzen erzählt die Ausstellung vom Leiden und von der gestohlenen Kindheit vieler Jugendlicher zwischen 1940 und 1945.
Anfang der 30er Jahre verschärfte sich der Antisemitismus in Europa. Die Judenverfolgung begann damit, dass sie in bestimmte Stadtteile, sogenannte Ghettos, eingesperrt wurden. Diese waren oft nur eine Art Zwischenstation vor den Vernichtungslagern. Eines der größten Ghettos war Theresienstadt in der Slowakei. Von 13.000 Kindern überlebten nur hundert.
Hunderttausende Häftlinge wurden in Lager in ganz Europa deportiert und dort ermordet oder starben vor Erschöpfung.
Zwischen den Jahren 1941 und 1942 wurden mehrere Vernichtungslager errichtet, darunter Auschwitz-Birkenau. Dort wurde von Freddy Hirsch ein Kinderblock organisiert, wo mit einigen hundert Kindern der Versuch gestartet wurde, ein den Umständen entsprechend normales Leben zu führen. Tagsüber hatten die Minderjährigen die Möglichkeit zu singen, lernen und spielen. Sechs Monate nach ihrer Ankunft im Lager wurden sie ermordet.
Einige Juden flüchteten und versteckten sich in Wäldern, Bunkern und ähnlichen Unterschlupfen – oft unter unmenschlichen Umständen. Manche Kinder hatten mehr Glück und wurden bei christlichen Familien oder in Kinderheimen untergebracht. In Frankreich überlebten dadurch rund 5.000 Jugendliche den Holocaust. Doch im Kinderheim Château Charbannes wurden 1943 die Identitäten der beherbergten Kinder von einem Informanten verraten. Die Insassen und deren Betreuer wurden in Vernichtungslager deportiert. Die einzige Überlebende des besagten Kinderheims war Lea Fliderblum.
Nur wenige der Überlebenden sahen ihre Familien wieder und mussten sich als Waisen in der Nachkriegszeit allein zurechtfinden.
Die Ausstellung hat einen tiefen Eindruck auf uns gemacht und uns sehr zum Nachdenken angeregt. Das Aufzeigen der Geschehnisse, besonders der Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg ist uns sehr wichtig, da viele Jugendliche nicht Bescheid wissen und die Informationen deshalb unentbehrlich sind. Es ist schockierend, wie grausam und herzlos das Nazi-Regime besonders mit den Jüngsten der Bevölkerung umging. Solche Taten sind uns nicht begreifbar. Wir hoffen, dass sich so etwas Schreckliches nie mehr wiederholt.
Livija Marko-Wieser, Marlene Winkler, Nina Zdouc, Clara Steiner, 6.A
Kreativwoche in der 2.A Klasse
Arbeit mit den 4 Elementen – Wasser, Erde, Luft, Feuer 14.9. - 19.9.2009
Frau Rezi Kolter, Mutter einer Schülerin aus der 2.A Klasse, Kindergärtnerin und Keramikkünstlerin, hat den Schülern in der Einleitung den Einfluss der 4 Elemente auf unser Leben vorgestellt. Es wurde festgestellt, in welchem Tierkreiszeichen jeder geboren ist und welchem Element dieses angehört. Danach lernten die Schüler die Arbeit mit Ton kennen. Sie gestalteten Schalen, Sterne und ein Mandala. Eine Schale stellten sie ins Gras und konnten beobachten, welche Auswirkungen die Natur auf den Ton hat.
Weiters suchten die Schüler Symbole zu den 4 Elementen und sammelten entsprechende Substantive, Adjektive und Verben. Danach bildeten sie Sätze und verfassten zwei kurze Texte, wie sie sich nach den Ferien in der Schule fühlen und welche Erfahrungen sie bei der Arbeit mit Ton gemacht haben. In Gruppenarbeit wurden noch Plakte zu den 4 Elementen erstellt und den Mitschülern vogestellt. Die Schüler besuchten die Slowenische Studienbibliothek, blätterten in Büchern und lasen Texte über das Wasser, die Erde, die Luft und das Feuer.
Das Projekt begleiteten die Klassenvorständin, Mag. Sonja Kramer-Sienčnik und die Slowenischprofessorin, Mag. Maja Millonig-Kupper.
Tag der europäischen Sprachen
Tag der Sprachen In einem 4-Stationen-Workshop konnten die SchülerInnen der 7. und 8. Klassen am Freitag, den 25. 9. 2009, die Welt der slawischen Sprachen und Kulturen kennen lernen. Ausgehend vom Slowenischen, das am BG/BRG für Slowenen Unterrichtssprache ist, wurden weitere slawische Sprachen vorgestellt: Redewendungen, Sprachenlandkarten, alte slawische Schriften, Computer-Präsentationen luden die SchülerInnen in die slawische Sprachenwelt ein. Die Veranstaltung war eine Kooperation von Universität und Schule, und zwar des Instituts für Slawistik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Prof. Ursula Doleschal und eine Gruppe von Slawistik-Studentinnen) und des BG/BRG für Slowenen.
Kennenlerntage der 1.A Klasse
8.9. – 12.9.2008
Bei den „Kennenlerntagen“ sollten die Kinder auf spielerische Weise ihre neue Umgebung kennenlernen.



